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Zwei alte Postgebäude zum Leben erweckt PDF Drucken E-Mail

Standorteröffnung BBZ Günzburg

Metallwerkstatt am neuen BBZ-Standort in Günzburg: Maria Klingelstein, Geschäftsführerin des BBZ Augsburg, Ingrid Mallon, Geschäftsstellen-Leiterin Günzburg der Agentur für Arbeit und der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Günzburg, Gerhard Jauernig, mit Ugur Gül, Teilnehmer einer Jugendintegrationsmaßnahme des BBZ in Günzburg (v. links)

Georg Schalk - Günzburger Zeitung v. 10.03.2010


Wer in Günzburg am Bahnhof vorbei Richtung Leipheim fährt, lässt rechts die beiden ehemaligen Postgebäude am Bahnhofsplatz und in der Schlachthausstraße liegen. Kaum jemand ahnt, dass dort bis zu 200 Menschen täglich arbeiten und sich weiterbilden. Sie gehören zum Berufsbildungszentrum Augsburg (BBZ) - eine gemeinnützige Gesellschaft, die Menschen für den Arbeitsmarkt fit macht, qualifiziert und vermittelt. Gestern haben die Verantwortlichen ihre neuen Räume, die auf zwei Gebäude verteilt sind, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das BBZ habe sich vor dreieinhalb Jahren in Günzburg „eingeschlichen“, wie es Geschäftsführerin Maria Klingelstein formulierte. „Damals haben wir uns an einer Ausschreibung für die Ausbildungsbegleitenden Hilfen (ABH) beteiligt und den Zuschlag für diese Region bekommen“, blickt Klingelstein zurück. Heute hat das BBZ in Günzburg einen festen Platz. „Wir wollen uns hier präsentieren“, so die Geschäftsführerin. Bis dato war die Gesellschaft im ehemaligen Mengele-Verwaltungsgebäude zu finden. Das wurde wegen des Kino-Neubaus abgebrochen. Inzwischen verfügt das Bildungszentrum über zwei Gebäude: In der alten Post, dem heutigen Musikhaus Lederle, befinden sich auf 550 Quadratmetern Schulungs- und EDV-Räume sowie der Bereich Küche/Service. „Der ist sehr gefragt und wichtig für die Region“, so die Geschäftsführerin.

Im neueren der ehemaligen Postgebäude an der Schlachthausstraße hat das BBZ etwa 1000 Quadratmeter gemietet. Dort befinden sich Werkstätten, die kaufmännische Schulung, EDV-Schulungsräume mit dem Selbstlernzentrum sowie Mitarbeiterbüros. [...]

Regionalleiter - also auch für Ulm und Neu-Ulm zuständig - ist Thorsten Tzschaschel. „Zurzeit haben wir 84 Teilnehmer der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, etwa 70 ABH-ler, 40 bis 45 Personen im Feststellungs-, Trainings- und Erprobungscenter (FTEC) sowie 50 bis 70 Teilnehmer der ganzheitlichen Integrationsleistung“, zählt der Regionalleiter auf.

Bahnhofsgebiet wird aufgewertet

Die Jugendlichen oder Erwachsenen bleiben drei bis neun Monate hier. „Wir verstehen unsere Aufgabe im Bereich der beruflichen Bildung, Beratung und Vermittlung als Option für alle Zielgruppen, die die Eingliederung, die Behauptung im ersten Arbeitsmarkt oder die Verbesserung ihrer Berufschancen suchen“, erläutert Maria Klingelstein.

Für Oberbürgermeister Gerhard Jauernig übernimmt das BBZ in Zeiten, in denen über Fachkräftemangel und zu wenige Ausbildungsplätze geklagt wird, eine wichtige Aufgabe. Sie sei „eine Perle in der Kette der Bildungseinrichtungen“ vor Ort. Jauernig: „Sie hilft Menschen, up to date zu bleiben und die eigene Stellung zu unterstreichen.“ Die Einrichtung werte die Gegend um den Günzburger Bahnhof auf.